Privates Money-Management – Wie viele Konten brauche ich wirklich?

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Männer, wie viele Konten benötigt man wirklich? Bei vielen Menschen ist es so, dass sie das Konto, was Mama oder Papa Ihnen eröffnet hat, heute noch nutzen. Bei anderen ist sind es diverse Konten, die im Laufe der Jahre hinzugekommen sind. Warum es lohnt, entweder alles auf eine (Bank-)Karte zu setzen oder auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen, erfahrt Ihr heute in diesem Beitrag.

Um ehrlich zu sein, war ich vor kurzem etwas erschrocken, als ich die Meldung gelesen habe, dass viele Kunden in den Monaten Dezember und Januar im Dispo hängen. Die teuren Weihnachtsgeschenke, die man sich eigentlich nicht hätte leisten können, im Januar wird oft der Kfz-Versicherungsbeitrag auf einen Schlag abgebucht und weitere Ausgaben können anstehen. Klar, die Shopping-Industrie macht es uns natürlich auch relativ einfach. Im Zuge der Amazon-Monatsrechnung wird unser schwacher menschlicher Verstand auf eine harte Probe gestellt – im Zweifel verlieren wir den Kampf und bestellen trotzdem. 🙁

Leider wird der Umgang mit dem Geld unseren Kindern immer noch nicht in den Schulen beigebracht. Ich spreche mich definitiv dafür aus, dass Kinder bereits von Klein an mit dem Thema Geld in Berührung kommen sollten. Ein sehr guter Blog im Internet, der Eltern hilft das Richtige für Ihr Kind zu tun, ist der Blog von Eva. Diesen kann ich Euch wärmstens empfehlen, da der Blog einige Fragestellungen behandelt, über die ich mir in diesem Zusammenhang noch gar keine Gedanken gemacht habe. Höchstwahrscheinlich liegt es daran, dass unsere Kinder noch nicht in dem Alter sind, in dem sie besonders damit in Berührung kommen.

Was können wir tun, um nicht in die Shopping-Falle zu geraten und um unsere Finanzen solide zu planen?

Schritt 1: Überblick verschaffen

In den Ratgebern dieser Welt taucht immer wieder das tolle Haushaltsbuch auf. Im Kern geht es um nichts anderes als „Was bleibt monatlich über und wo geht mein ganzes Geld überhaupt so hin?“ Ich persönlich arbeite im 21. Jahrhundert für diesen Überblick lieber mit einer App. Als Apple-Liebhaber könnt Ihr kostenlos die App Finanzguru herunterladen. Diese App analysiert automatisch Eure Ausgaben, sofern Ihr dieser Eure Online-Banking Daten verraten habt. Natürlich hatte ich auch am Anfang ein mulmiges Gefühl einem Drittanbieter (außerhalb der Bank und Euch selbst natürlich) die Daten zum Online-Banking zu verraten. Aber es lohnt sich.

Hier liegt der Vorteil klar auf der Hand, denn Du kannst nicht nur Dein erstes Konto seit deiner Geburt bei der Hausbank hinzufügen, sondern auch alle anderen Konten. Ich empfehle Euch den folgenden Kontenvergleich, denn heutzutage müsst Ihr keine 5 € im Monat mehr für die Kontoführung zahlen. Ja, es gibt kostenlose Konten, von denen Ihr auch kostenlos Bargeld abheben könnt. Ich bin seit 16 Jahren bei der 100%igen Tochter der Frankfurter Sparkasse der 1822direkt und bin sehr zufrieden. Was soll ich sagen, sie macht was sie soll. Zahlungsverkehr eben. Ich habe in dieser Zeit noch nie Probleme in Bezug auf die Verfügbarkeit oder ähnliches gehabt. Aber auch alle anderen Anbieter wie z. B. DKB oder Comdirekt sind schon lange am Markt und absolut zuverlässig. Falls Ihr noch kein Konto habt, könnt Ihr mit ein paar Klicks sofort eines eröffnen. Ihr müsst Euch lediglich per Post-Ident oder per Webcam mit dem Personalausweis ausweisen. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben.

Schritt 2: Girokontenvergleich

Mit dieser Übersicht Eurer Konten aus Finanzguru habt Ihr alles was Ihr braucht. Ein kostenloses Girokonto sollte ebenfalls jeder haben. Falls Ihr es braucht, könnt Ihr auch noch zusätzlich eine kostenlose Kreditkarte bei der gleichen Bank beantragen, aber dazu bekommt Ihr später noch mal einen besonderen Tipp.

Die österreichischen Besucher meiner Website nutzen bitte diesen Vergleich hier (Klick!).

Schritt 3: kostenloses Tagesgeldkonto eröffnen

Um wirklich alle finanziellen Freiheiten genießen zu können und um ein bisschen Geld SICHER auf der hohen Kannte zu haben, empfehle ich Euch ein kostenloses Tagesgeldkonto. Genau, Ihr erahnt es schon. Es heißt Tagesgeld, weil es täglich verfügbar ist und Ihr innerhalb von einem Bankarbeitstag an das Geld kommt. Dahingegen sind Festgeldkonten nicht flexibel und legen Euer Geld für eine vereinbarte Dauer sicher an. Die Zinsen sind meist etwas höher, aber sie sind als Sicherheit in diesem Bereich nicht zu empfehlen. Egal, wie die Bank heißt. In Europa sind Beträge bis 100.000 € je Bank über den Einlagensicherungsfonds abgesichert. Daher solltet Ihr darauf achten, dass entweder die Bank so solide ist und eine höhere Einlage garantiert (Sie kann sich dagegen versichern!) oder Ihr packt einfach nicht mehr als 100.000 € auf das Tagesgeldkonto und parkt das Geld auf 2 oder 3 Konten – je nach Anlagevolumen.   

Die Eröffnung klappt genauso wie beim Girokonto online per Webcam oder Smartphone oder per Post-Ident. Ich persönlich habe ein reines Smartphone-Online-Konto bei der niederländischen Moneyyou-Bank seid 3 Jahren. Davor hatte ich ein normales-Tagesgeld Konto bei Moneyou. Der Vorteil beim Moneyou-Go ist, dass Ihr lediglich eine Bankverbindung habt und in der App das angesparte Geld nach verschiedenen Sparzielen sortieren könnt. Beim Moneyou-Tagesgeld könnt Ihr zwar auch sogar mehrere Konten anlagen und die betiteln, aber der Zinseszinseffekt ist nicht so groß, da auf Konten mit etwas weniger Geld kaum Zinsen bei herum kommen. Gerade weil die Zinsauszahlung bei diesem Anbieter 1/4 jährlich erfolgt, könnte der ein oder andere Euro dabei schon flöten gehen. So habt Ihr über die Moneyou App eine Bankverbindung und könnt das Geld je nach Sparziel innerhalb der App aufteilen. Ich habe mir verschiedene Wallets angelegt für:

  • Steuern (Rücklagen für Nachzahlungen)
  • Familienurlaub (oh ja, der kommt bestimmt)
  • Rücklagen für Haus (damit ist gemeint, falls mal der Kühlschrank oder die Waschmaschine kaputt geht…)
  • Rücklagen für Auto (Reparaturen, Inspektionen)
  • mein Sparbuch
  • allgemeine Rücklagen Sondertilgungen

In den einschlägigen Ratgebern dieser Erde, wird empfohlen sich 2-3 Netto-Monatsgehälter als eiserne Reserve an die Ecke zu legen. Ich versuche mal für Euch die Wallets/Sparziele in 4 Bereiche einzuteilen. Selbstverständlich könnt Ihr so viele Wallets/Sparziele anlegen, wie Ihr wollt, aber im großen und ganzen könnte das für Euch vielleicht so aussehen:

  • eiserne Reserve (ca. 2-3 Nettogehälter, mehr ist immer besser :-))
  • Rücklagen für Urlaube
  • Rücklagen für Autokauf/Reparaturen
  • Rücklagen für Immobilienerwerb

Geht bei Euch wirklich mal der Kühlschrank kaputt und Ihr müsst die eiserne Reserve anfassen, schaut, dass Ihr in den folgenden Monaten zuerst wieder diesen Topf füllt, bevor Ihr für den nächsten Traumwagen Geld spart. So seid Ihr immer auf der sicheren Seite. Hier nun ein Vergleich, der in Frage kommenden Tagesgeldkonten:

Für Tagesgeldkonten in Österreich bitte folgenden Link nutzen (Klick!).

Schritt 4: Daueraufträge einrichten

Wenn Ihr diese Schritte erledigt habt, könnt Ihr nun die Daueraufträge gemäß Euren Sparzielen einrichten. Bei einem Nettoverdienst von 2.000 € solltet Ihr also 6.000 € als eiserne Reserve auf einem Tagesgeldkonto behalten. Je nachdem, wie Eure persönliche Situation ist, könnt Ihr nun die einzelnen Sparziele langsam verfolgen. Zahlt Ihr Miete oder wohnt ggf. noch bei den Eltern? Habt Ihr noch einen Kredit für den letzten Autokauf zu tilgen? Das sind alles Punkte, die eine schnelle Rücklagenbildung verhindern. Hier ist zu empfehlen möglichst erst die Ratenkredite, den Dispokredit oder andere Verbindlichkeiten tilgen und dann ernsthaft dem Sparen zu beginnen. Selbstverständlich ist eine eiserne Reserve auch dann beizubehalten, wenn Kredite da sind. Denn die Waschmaschine oder das Auto können ja trotzdem mal den Geist aufgeben! Übrigens: Rechnet damit, dass Ihr von Eurem Gehalt zwischen 15 und 20% als Altersvorsorge langfristig bei Seite legen solltet. Dafür eignet sich nicht ein Tagesgeldkonto, sondern andere Sparformen, denn auf dem Tagesgeld bekommt Ihr einfach zu wenig Zinsen und könnt so noch nicht mal die Inflation ausgleichen. Prüft über einen passenden Berater oder die Verbraucherzentrale, ob Ihr Steuervorteile über eine Riester-Rente, eine Basis/Rürup-Rente oder eine betriebliche Altersvorsorge mitnehmen solltet. Wenn dann mit den o. g. Tipps immer noch etwas Geld da ist oder Ihr wollte ggf. ein frühzeitiges Erbe sinnvoll und günstig anlegen, kommt mein Schritt 5 ins Spiel.

Schritt 5: Robo-Advisor einrichten

Ihr habt doch mit Sicherheit schon einmal davon gehört, dass es heutzutage total trendy ist, in ETF´s anzulegen. Die Abkürzung heißt Exchange-Traded-Fund und bedeutet nichts anderes, dass sie immer einem bestimmten Index (zu etwa 98%) abbilden, ohne aber direkt in die einzelnen Aktientitel investieren. Die ETF´s sind durch die fehlenden Managementgebühren für den Anleger sehr kostengünstig und einfach im Handling. Wenn Ihr einen langen Anlagehorizont (ab ca. 10 Jahren) habt, könnt Ihr einfach einen Sparplan einrichten und abwarten.
Eine neue Form sehr günstig von einer professionellen Vermögensverwaltung zu profitieren sind Robo-Advisor. Ich persönlich habe bei Growney ein Depot, weil mir dieser Anbieter am besten gefallen hat und von den Kosten her sehr günstig war. Außerdem sind hier schon Sparpläne ab einem Euro möglich. Also könnt Ihr auch für die Eure Kleinen das Taschengeld langfristig anlegen. Auch bei geringen monatlichen Beträgen, kommt über 10 oder 20 Jahre eine ordentliche Summe heraus. Für ein Depotvolumen bis 10.000 € zahlt Ihr 0,99% Gebühren pro Jahr, was bei 10.000 € gerade mal 99 € ausmacht. Stellt Ihr die sehr gute Performance der Anlage gegenüber, sind nach Abzug der Kosten langfristig (und bei der höchsten Risikoaffinität 100% in Aktien) ohne Probleme 7-8% Rendite im Jahr möglich. Das heißt in unserem Beispiel ein Gewinn von 700 oder 800 € im Jahr. Wer kein Risiko eingehen möchte, der kann selbstverständlich auch die Sichere Variante wählen. Ihr werdet bei allen Robo-Advisorn gefragt, welche Erfahrungen Ihr bei der Geldanlage habt und welche Verlustszenarien Euch nervös machen. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben und wird auch dokumentiert. ABER Ihr könnt Eure Entscheidung jederzeit ändern und Euer Depot innerhalb von einem Tag auf die sichere Variante umstellen, sofern Ihr Euch vorher für die risikoreiche Anlage entschieden habt und natürlich auch umgekehrt. Hier der Robo-Advisor Vergleich:

Für Österreich stehen nicht so viele Anbieter zur Verfügung, wie Ihr mit diesem Vergleich für Österreich sehen könnt, aber quirion ist beispielsweise auch hier möglich & empfehlenswert.

Wichtig: Auch bei den Robo-Advisorn könnt Ihr Euch in ca. 5-7 Bankarbeitstagen Geld von Eurem Depot auszahlen lassen. Das ist ohne Probleme und ohne Kosten möglich. Einmalig ist das ok, aber wenn die Auszahlungen zu häufig werden, prüft, ob Ihr nicht lieber den Sparplan stoppen, das Geld auf dem sofort verfügbaren Tagesgeldkonto horten solltet und dann den Sparplan beim Robo-Advisor zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen solltet.

Wenn Ihr die o. g. Schritte beherzigt habt, könnt Ihr Eure Sicherheit genießen und seid finanziell für die Zukunft bestens aufgestellt. Auch ein nicht geplanter Jobverlust oder ein Sabbatical lassen sich so sehr gut planen. Um auch auf Reisen immer das passende Zahlungsmittel dabei zu haben, kann ich Euch noch die kostenlose Mastercard der luxemburgischen Advancia Bank empfehlen – keine Sorge – es ist alles sauber! Auch bei diesem Anbieter bin ich schon ca. 8 Jahre und kann nur positives berichten. Auch wenn meine Kartendaten sogar schon mal im Internet aufgetaucht sind und wir die Karte ersetzen mussten, steht die Bank Euch jederzeit zur Verfügung und klärt alles für Euch. Vor kurzem habe ich (nichts ahnend) einen Artikel aus China bestellt, der aber nie angekommen ist. Die Hotline hat mir eine E-Mail geschickt mit der Bitte mich einmal dort zu melden und damit war die Sache gegessen. Ein paar Wochen später wurde die Transaktion storniert und ich hatte mein Geld wieder. Hier der Link zur gebührenfreien Mastercard Gold.

Disclaimer

Ich muss diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Warum? Ich nenne ein Produkt oder eine Marke, auch wenn ich diese selbst gekauft haben und nicht dafür beauftragt wurden. Aktuelle Gerichtsurteile lassen mir keine andere Wahl. Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert! Er enthält allerdings Affiliate-Links zu Amazon und zu anderen Anbietern. Wenn ihr über diese Links etwas bestellt, kommen die Einnahmen daraus diesem Blog zugute – Danke.

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Veröffentlicht von jetztaberlos

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