Bosch Smart Home – sieht aus wie Homematic IP – ist es aber nicht

Männer, beim Stöbern durch das Obi-Prospekt bin ich als grundsätzlich zufriedener Homematic Nutzer auf das Angebot des Baumarkt-Giganten für die Bosch Smart Home Produkte gestoßen. Ich habe mich gefragt, ob Bosch nur die Technik oder auch das Design von Homematic gekauft hat? Funktioniert der Anlernprozess zwischen einer CCU3 und einem Bosch Schaltaktor? Oder anderen Aktoren?

Rein optisch unterscheidet die Schalter für Rolläden und der Schaltaktor für Licht nur der Schriftzug. Statt Homematic (IP) liest man Bosch. Auch die Anschlüsse vom Aktor sind die gleichen. Nach einer Pressemitteilung vom 19.06.2017 von eQ3 heißt es, dass zwischen beiden Firmen im Bereich des Homematic IP Funkprotokolls eine Zusammenarbeit beschlossen wurde. Erste Geräte seien wohl schon sofort verfügbar. Ich habe allerdings noch keine Geräte seit 2017 gesehen – bis heute.

Die Firma Bosch schätze Homematic als zuverlässiges und sicheres Funkprotokoll und möchte dieses für weitere Anwendungsfälle weiterentwickeln und so die Technologie vorantreiben.

Für mich klingt das eher nach: „Wir haben total verpasst selbst die Technologie zu entwickeln und nun möchten wir mal eben auf den Zug Smart Home aufspringen, um mit teuren Produkten, die es viel günstiger bei eQ3 über Homematic gibt, ordentlich Kasse zu machen.“ Ich kann jedem potenziellen Bosch-Kunden nur empfehlen, lieber die Homematic IP Produkte zu wählen. Zum einen sind sie je nach Projekt etwas günstiger und zum anderen kaufe ich lieber das Original. Denn falls sich Bosch doch irgendwann überlegt, dass der SmartHome Bereich nichts für sie ist, steht Ihr mit einem geschlossenen System dar, für den es keine Ersatzteile, keinen Support und keine Innovationen gibt. Aktuell gibt es deutlich mehr Aktoren und Sensoren im Sortiment von Homematic IP und daher könnt Ihr damit Eure Projekte tendenziell günstiger und einfacher realisieren.

Energie + Wunschprämie

Eine gegenseitige Integration der Aktoren wird jedoch ausgeschlossen. Aber die Zusammenarbeit sei nicht exklusiv, sondern für weitere Industriepartner offen. Ich bin gespannt, welche anderen großen Elektronik-Akteure am Markt noch auf den Zug aufspringen wollen. Siemens? Miele? Panasonic? Samsung? Sony? LG?

Update 07.2020-> Das Bosch-Smart-Home Sortiment von Obi kann sich aber mittlerweile auch sehen lassen. Hier der Link. Aber ich bleibe dabei, dass Ihr mit Homematic IP (also dem Original) besser aufgehoben seid und Eure Projekte besser realisieren könnt. Hier der Link von Amazon zum Homematic IP-Programm.

Hier könnt Ihr Euch die vollständige Pressemitteilung anschauen.

Erfahrt in meinem neusten Beitrag auch, was die Produkte von Lidl können. Ja, genau. Ihr habt richtig gelesen. Lidl verkauft aktuell auch Smart Home-Produkte von Homematic iP. Hier der Link zu meinem Artikel.

Disclaimer

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Veröffentlicht von jetztaberlos

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5 Kommentare zu „Bosch Smart Home – sieht aus wie Homematic IP – ist es aber nicht

  1. Es gibt aber einen ganz entscheidenden Unterschied: Bosch Smart Home unterstützt seit August 2020 auch Apple HomeKit und lässt sich somit automatisieren und auch per Siri steuern! Das geht bei Homatic IP nur ganz kompliziert, wenn man die CCU 2 oder 3 durch einen Raspberry Pi 3 ersetzt, das Homatic Funkmodul noch zusammenlötet und dann sich die entsprechende Software (Node Red) besorgt. Dann muss man das alles auch noch zum Laufen bringen!

    1. Hallo Matthias, danke für deinen Hinweis! Ich persönlich lege darauf keinen Wert. Mir ist es sogar etwas unangenehm mit einem Gerät zu sprechen, damit das für mich das Licht anschaltet. Mir ist es wichtig, dass das SmartHome unauffällig arbeitet und mir Arbeit abnimmt, z.B. ist ein bestimmter Dämmerungswert im Außenbewegungsmelder erreicht, gehen die Lichter XYZ an oder fahren die Jalousien herunter, usw. Aber das ist auf jeden Fall Geschmacksache! Viel Spaß beim planen Eurer Projekte!

      1. Ja, so unterschiedlich sind die Anforderungen!
        Ich z.B. habe keine Lust, jedesmal mein Handy zu suchen, wenn ich die Temperatur im Wohnzimmer anpassen möchte (ich habe 3 Heizkörperventile), geschweige denn alle 3 Thermostate abzulaufen und manuell einzustellen. Genauso mit meinen 4 indirekten Beleuchtungen! Dank eines HomePod sage ich einfach: „Hey Siri, heize auf 23 Grad!“ oder „Hey Siri, Wohnzimmerlichter an!“

        Automationen habe ich zusätzlich auch noch eingerichtet!

      2. Auf das „Handy suchen“, habe ich auch kein Lust. Da gebe ich Dir Recht. Ich versuche das Homematic-System so zu optimieren, dass gar kein manueller Eingriff notwendig ist. Und wenn ich doch mal eingreifen muss, dann überlege ich mir parallel, wie ich den Schritt für die Zukunft automatieren kann. 🙂 Oder wir machen den Ofen an, wenn das Wohnzimmer zu kalt ist. ;-)))

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